NSG Dornicksche Ward

Grünland bei Hochwasser mit Flutrinne

Das NSG Dornicksche Ward liegt im Deichvorland südöstlich von Emmerich und hat eine Größe von 211 Hektar. Es handelt sich um eine Auenlandschaft, die von der natürlichen Überschwemmungsdynamik des Rheins geprägt wird und durch Grünland und großflächige Weichholzauenbestände gekennzeichnet ist. 

Die ursprüngliche Geländemorphologie der Rheinaue mit ihren ehemaligen Altstrom- und Flutrinnen und einigen Stillgewässern ist hier noch weitgehend erhalten geblieben. Entsprechend einer natürlichen Auendynamik mit stark schwankenden Wasserständen trocknen diese in heißen Sommern fast alle aus. Dort, wo Gewässer durch einen Zaun vor Beweidung geschützt sind, ist die Verlandungsvegetation üppig.

Die Gewässer und Uferbereiche bieten Lebensraum für zahlreiche Wasservögel. So sind z. B. Flußregenpfeifer, Großer Brachvogel und Wachtelkönig hier noch anzutreffen. Zudem stellt die Dornicksche Ward eine bedeutsame Rast- und Überwinterungsstätte für arktische Wildgänse, den Großen Brachvogel, für Sing- und Zwergschwäne sowie für andere Wasservögel dar.

Auf den sandigen Uferböschungen wachsen Pionierpflanzen, wie der Hirschsprung (Corrigiola litoralis) und die periodisch auftretenden Schlickflächen werden von Schlammlingfluren besiedelt. 

Besonders hervorzuheben sind auch die strukturreichen Buhnenfelder als ein bedeutsamer Fischlebensraum. Sie sind zugleich Ruhezonen für Wanderfische als auch Lebenraum für Steinbeißer, Flussneunauge, Groppe und Bitterling.

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