Aktuelle Bestandszahlen

Im Jahr 2018 brüteten auf den 120 ausgebrachten Flößen 42 - 45 Brutpaare der Trauerseeschwalbe. Damit ging der Brutbestand im Vergleich zum Vorjahr (45 - 55 Brutpaare) etwas zurück. Es wurden vier Standorte mit Nistflößen ausgestattet (Bienener Altrhein: Köster und Praest, Millinger Meer, Reeser Altrhein).

Brutbestand der Trauerseeschwalbe an den Standorten Millingen, Köster, Praest und Reeser Altrhein im Jahr 2018

Am Millinger Meer wurden 2018 30 Flöße ausgelegt, die alle mit Fotofallen überwacht wurden. Die ersten Trauerseeschwalben konnten wir hier am 30. April beobachten. Das erste Brutpaar konnten wir am 19. Mai feststellen. Insgesamt brüteten hier 31 Brutpaare, die 89 Eier legten, aus denen 57 Küken schlüpften. Von diesen wurden 22 - 23 flügge. Der Bruterfolg erreichte  mit 0,71 - 0,74 Jungvögeln(JV)/Brutpaar (BP) nicht die bestandserhaltende Schwelle von 0,85 JV/BP. Bemerkenswert ist, dass 2018 zwei Naturbruten auf verlassenen Haubentauchernestern stattfanden. Beide Bruten waren aber nicht erfolgreich - die Gelege gingen verloren.

Am Reeser Altrhein werden erst seit 2012 Flöße ausgelegt. Sie wurden seinerzeit direkt angenommen. 2018 kamen hier ebenfalls 30 Flöße zum Einsatz. Die ersten Trauerseeschwalben wurden am  3. Mai gesichtet. Das erste Brutpaar konnten wir am 25. Mai feststellen. Alles in allem brüteten 5 - 6 Paare an diesem Standort. Sie legten zusammen 15 Eier aus denen 6 Küken schlüpften. Von diesen wurden 5 - 6 flügge. Der Bruterfolg erreichte 1,0 JV/BP den höchsten Wert aller Standorte.

Der Standort Praest wurde 2018 erstmals nur mit 30 Flößen besetzt, die alle mit Fotofallen überwacht wurden. Die ersten Trauerseeschwalben in Praest wurden am 2. Mai gesichtet. Die ersten Brutpaare konnten wir am 17. Mai feststellen. Es siedelten sich insgesamt 6 - 8 Brutpaare an. Diese legten zusammen 20 Eier, aus denen 7 Küken schlüpften. Von diesen wurden 3 flügge. Dies entspricht einem Bruterfolg von 0,38 - 0,50 JV/BP. Der schlechte Bruterfolg an diesem Standort ist vor allem durch den hohen Verlust an Gelegen zu erklären. Mit Hilfe der Fotofallen konnte nachgewiesen werden, dass eine Blässralle mindestens vier Gelege zerstörte.

Am Standort Köster wurden 2018 30 Flöße ausgebracht, die ebenfalls alle mit Fotofallen überwacht wurden. Die ersten Trauerseeschwalben wurden bei Köster am 20. April gesichtet, es siedelten sich aber keine Brutpaare an. Es konnten auch nur sporadisch Trauerseeschwalben beobachtet werden, die auf den Flöße rasteten.

Insgesamt kommen wir also 2018 auf 42 bis 45 Brutpaare, die zusammen 124 Eier legten, aus denen 70 Küken schlüpften. Von diesen wurden 30 - 32 flügge. Der Bruterfolg liegt mit 0,71 Jungvögeln/Brutpaar [JV/BP] unter der bestandserhaltenden Schwelle von 0,85 JV/BP.