Aktuelle Bestandszahlen

Im Jahr 2019 brüteten auf den 120 ausgebrachten Flößen 47 - 49 Brutpaare der Trauerseeschwalbe. Damit stieg der Brutbestand im Vergleich zum Vorjahr (42 - 45 Brutpaare) wieder etwas an. Es wurden vier Standorte mit Nistflößen ausgestattet (Bienener Altrhein: Köster und Praest, Millinger Meer, Reeser Altrhein).

Brutbestand der Trauerseeschwalbe an den Standorten Millingen, Köster, Praest und Reeser Altrhein im Jahr 2019

Am Millinger Meer wurden 2019 30 Flöße ausgelegt. Die ersten Trauerseeschwalben konnten wir hier am 29. April beobachten. Die ersten zwei Brutpaar konnten wir am 21. Mai feststellen. Insgesamt brüteten hier 29-30 Brutpaare, die 87 Eier legten, aus denen 65 Küken schlüpften. Von diesen wurden 51 flügge. Der Bruterfolg überstieg mit 1,70 - 1,76 Jungvögeln(JV)/Brutpaar (BP) die bestandserhaltende Schwelle von 0,85 JV/BP bei weitem.

Am Reeser Altrhein werden erst seit 2012 Flöße ausgelegt. Sie wurden seinerzeit direkt angenommen. 2019 kamen hier ebenfalls 30 Flöße zum Einsatz. Die ersten Trauerseeschwalben wurden am 1. Mai gesichtet. Das erste Brutpaar konnten wir am 22. Mai feststellen. Alles in allem brüteten 5 - 6 Paare an diesem Standort. Sie legten zusammen 17 Eier aus denen 13 Küken schlüpften. Von diesen wurden 11 flügge. Der Bruterfolg erreichte mit 1,83 - 2,2 JV/BP den höchsten Wert aller Standorte.

Der Standort Praest wurde 2019 ebenfalls mit 30 Flößen besetzt. Die ersten Trauerseeschwalben in Praest wurden am 25. April gesichtet. Das erste Brutpaar konnten wir am 23. Mai feststellen. Es siedelten sich insgesamt 13 - 15 Brutpaare an. Diese legten zusammen 40 Eier, aus denen 20 Küken schlüpften. Von diesen wurden 8 flügge. Dies entspricht einem Bruterfolg von 0,53 - 0,62 JV/BP. Der schlechte Bruterfolg an diesem Standort ist zum einen durch einen hohen Verlust an Gelegen bzw. Eiern in der Nacht vom 04. auf dem 5. Juni zu erklären. Ursache hierfür könnte das Gewitter und die teils starken Böen gewesen sein. Zum anderen sind vom 6. auf den 7. Juli 8 Jungvögel verschwunden. Sie fielen vermutlich einem oder mehrerer Fressfeinde zum Opfer.

Am Standort Köster wurden 2019 wie an den andren Standorten 30 Flöße ausgebracht. Die ersten Trauerseeschwalben wurden bei Köster am 29. April gesichtet, es siedelten sich aber keine Brutpaare an. Es konnten auch nur sporadisch Trauerseeschwalben beobachtet werden, die auf den Flöße rasteten.

Insgesamt kommen wir also 2019 auf 47 bis 49 Brutpaare, die zusammen 144 Eier legten, aus denen 98 Küken schlüpften. Von diesen wurden 70 flügge. Der Bruterfolg liegt mit 1,49 Jungvögeln/Brutpaar [JV/BP] weit über der bestandserhaltenden Schwelle von 0,85 JV/BP.