NSG Knauheide

Das Naturschutzgebiet wird geprägt von einem Mosaik aus nährstoffarmen, nassen Biotoptypen, die einen hohen floristischen Artenreichtum aufweisen.
Das Naturschutzgebiet wird geprägt von einem Mosaik aus nährstoffarmen, nassen Biotoptypen, die einen hohen floristischen Artenreichtum aufweisen.

 Das Naturschutzgebiet Knauheide liegt nordwestlich von Emmerich und wurde 1977 unter Schutz gestellt, um die besonderen floristischen und hydrologischen Verhältnisse des Gebiets zu erhalten. Es hat heute eine Größe von 30,5 ha.

Das Zentrum der Knauheide bildet eine nasse, kleinräumig gegliederte Kernzone mit nährstoffempfindlichen und außerordentlich artenreichen Biotoptypen. Sie beherbergt eine Vielzahl von Pflanzen der basenreichen Flachmoore und bodensauren Heidegesellschaften. Herausragende Arten sind Übersehenes Knabenkraut (Dactylorhiza praetermissa), Saumsegge (Carex hostiana), Sparrige Binse (Juncus squarrosus) und Wasserfeder (Hottonia palustris).

Das Umfeld bilden Wiesen und Weiden, die aufgrund des Bodenreliefs in unterschiedlichen Feuchtigkeitsstufen und Ausprägungen vorliegen. Alte Baumreihen und Einzelbäume gliedern das Grünland. Im Norden schließt sich ein zusammenhängendes Waldgebiet aus Birken-Eichen- und Erlen-Bruchwald-Beständen mit geringem Nadelholzanteil an.

Die Kernzone der Knauheide mit ihrem beeindruckenden Artenreichtum ist mit Unterschutzstellung vom Land NRW gekauft worden. Die Offenlandbiotope haben sich unter historischer Landnutzung herausgebildet (Heidereste, Magerrasen, kleinseggenreiche Pfeifengraswiesen). Sie sind auf nährstoffarme, nasse Standortbedingungen angewiesen. Regelmäßige Pflegemaßnahmen sind notwendig, um die ehemalige Nutzung nachzuahmen und eine Sukzession (Wiederbewaldung) zu unterbinden. Daher führt das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Niederrhein regelmäßige Pflegeschnitte durch.

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