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10.11.2020 00:00 Alter: 24 days
Kategorie: Sonstiges, Fachinformation, Ankündigung

Wiederherstellung eines Flachtümpels durch Rodung von Grauweiden-Gebüsch im NSG Veengraben


Mit einem Greifbagger lassen sich vielstämmige Sträucher komplett mit dem Wurzelwerk rasch beseitigen.

Die herausgerissenen Gebüsche sind am Rand der Mulde als Totholzbiotop aufgeschichtet worden.

Im Zentrum der Mulde wurde eine vertiefte Stelle angelegt, damit der Tümpel im Sommer nicht so früh gänzlich trocken fällt.

Südlich vom Flachtümpel grenzt eine extensiv genutzte Feuchtweide an. Die freigeräumte Nasszone wird also kaum beschattet.

Das Naturschutzgebiet Veengraben liegt westlich von Goch parallel zur Bundestrasse 9.

In der langgestreckten Veengraben-Niederung überwiegen Laubwaldbestände und Gebüsche, die unterbrochen sind von kleinen Feuchtwiesen und Brachflächen sowie von kleinen Artenschutzgewässern. Seit mehr als 30 Jahren sind die Gehölzbestände und Kleingewässer ungenutzt und weitgehend der Natur überlassen. Die wenigen Grünlandparzellen werden sehr extensiv beweidet, also nicht gedüngt und kaum ausgemäht, damit eine reich strukturierte Grasnarbe erhalten bleibt.

Ein Flachtümpel im Zentrum des Gebietes ist im Verlauf der natürlichen Entwicklung verlandet und von Grauweiden vollständig überwachsen worden. Grauweiden (Salix cinerea) sind äußerst regenerationskräftige Sträucher. Selbst wenn man sie bodennah zurückschneidet, treiben sie rasch wieder aus, so dass sie schon nach zwei Jahren wieder dichte Gebüsche bilden und das Umfeld stark beschatten.

In diesem Jahr wurden deshalb die weitausladenden Sträucher mitsamt Wurzelwerk mit einem Bagger herausgerissen und am Rand der nassen Mulde aufgeschichtet. Damit ist eine offene Fläche von ca. 1500 m2 Größe geschaffen worden, wo sich sonnige Flachwasserbiotope und Röhrichte regenerieren können. Sie sind für Amphibien, Heuschrecken, Libellen und andere Insekten wesentlich wertvoller als Grauweiden-Gebüsche, die am Veengraben ohnehin an vielen anderen Stellen wachsen.