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23.07.2020 00:00 Alter: 13 days
Kategorie: Fachinformation, Sonstiges

Die ersten Fischotterbauten wurden angelegt!


Der Zugang zum Otterholt erfolgt über zwei Rohre, die direkt zum Wasser führen.

Ist der Otterholt erstmal komplett eingegraben, erkennt man ihn nur noch mit geschultem Auge.

Die niederländischen Kollegen waren mit vollem Körpereinsatz dabei.

In der vergangenen Woche hat das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. zusammen mit seinem niederländischen Partner von der Vereniging Nederlands Cultuurlandschap (VNC) und freundlicher Unterstützung der Firma Holemans die ersten beiden rechtsrheinischen Fischotterbauten angelegt. Der Einbau erfolgt im Rahmen des Euregio-Projekts „Grün-Blaue-Rhein-Allianz“.


Fischotter haben große Reviere und benötigen viele Ruhemöglichkeiten. Da sie sich aber keine eigenen Bauten graben, sind sie normalerweise auf unterspülte Wurzeln oder verlassene Bauten anderer Tiere in Gewässernähe angewiesen. Die Kollegen von VNC konnten bei einem ihrer künstlichen Fischotterbauten bereits im Februar einen Fischotter nachweisen.

Durch geschickt ausgewählte Stellen für einen solchen künstlichen Fischotterbau, einem sog. Otterholt, kann man außerdem gezielt den Besiedlungsfortschritt der Fischotter untersuchen. Der Fischotter war seit Mitte der 50er Jahre in NRW ausgestorben. Seit Ende der 2000er gibt es aber in den Niederlanden und im Münsterland wieder Fischotter, deren Populationen sich langsam zum Niederrhein ausbreiten.