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22.04.2020 00:00 Alter: 71 days
Kategorie: Fachinformation, Sonstiges

Ringdrosseln gesichtet


Ringdrossel (Foto: T. Dohle)

Mitarbeiter des Naturschutzzentrums haben in den vergangenen Tagen Ringdrosseln (Turdus torquatus) entdeckt. Vertreter dieser Art bekommt man bei uns nicht so häufig zu Gesicht. Beobachtet wurden vier Tiere am Hagener Meer und zwei in Kalkar. Ringdrosseln brüten vor allem in Bergregionen mit lichten Nadelholzwäldern in Mittel- und Südeuropa, wie auch in Skandinavien. Das Hauptvorkommend der Ringdrossel in Deutschland befindet sich in den Alpen. Kleinere Vorkommen gibt es auch in den höheren Mittelgebirgen. In NRW gab es bisher nur vereinzelt Brutverdachtsbeobachtungen im Hochsauerland. Die bei uns gesichteten Ringdrosseln befinden sich zurzeit auf dem Durchzug, sehr wahrscheinlich auf dem Weg in den Norden. Hierfür spricht auch ihre Färbung. Es gibt bei den Ringdrosseln zwei Unterarten: alpestris, die in Mittel- und Südeuropa vorkommt und torquatus, die in Nord- und Westeuropa beheimatet ist. Die beobachteten Tiere gehörten der letzteren Unterart an. Ihr Überwinterungsgebiet liegt u.a. in Südeuropa und Nordafrika.

Ringdrosseln ähneln in Aussehen und Größe Amseln. Die Männchen sind überwiegend schwarz, haben aber ein breites weißes, halbmondförmiges Brustband. Die Weibchen sind oft etwas heller und das Brustband ist schmaler und bräunlicher. Die Vögel sind relativ scheu. Als Nahrung dienen ihnen Insekten, Würmer und Beeren.