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09.06.2021 00:00 Alter: 49 days
Kategorie: Sonstiges

Das Interreg Projekt Grün-Blaue Rhein-Allianz endet!


Bei vielen Exkursionen und Vorträgen wurde das Bewusstsein für grenzüberschreitenden Naturschutz gestärkt.

Seit letztem Herbst gibt es Fischotter-Nachweise bei Elten.

Nach vier Jahren endet in diesen Tagen das Interreg-Projekt Grün-Blaue Rhein-Allianz. Im Mai 2017 schlossen sich insgesamt zehn deutsche und niederländische Umweltorganisationen und Regierungsbehörden zusammen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Naturschutz, Fischerei und Wasserwirtschaft zu stärken. Neben dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. waren ARK Natuurontwikkeling, Bezirksregierung Düsseldorf, Biologische Station im Kreis Wesel e.V., de Bastei, Museum für Natur- und Kulturgeschichte, Nabu Naturschutzstation Niederrhein e.V., Rijkswaterstaat Oost Nederland, Sportvisserij Nederland, Vereniging Nederlands Cultuurlandschap und Waterschap Rijn en IJssel Projektpartner.

Das Team vom Naturschutzzentrum hat dem Projektleiter bei ARK Natuurontwikkeling im Projektmanagement zugearbeitet und sich bei deutsch-niederländischen Exkursionen mit Schulkindern und Erwachsenen beteiligt. Der besondere Schwerpunkt des Naturschutzzentrums lag aber beim Fischotter.

60 Jahre nach dem Verschwinden der Tiere kehren seit wenigen Jahren die ersten Fischotter aus Norddeutschland und den Niederlanden zurück an den Niederrhein. Das Naturschutzzentrum hat im Rahmen des grenzüberschreitenden Monitorings die aktuelle Verbreitung untersucht und sich dafür stark gemacht, dass besonders gefährliche Straßenabschnitte an geeigneten Fischottergewässern derart entschärft werden, dass die Tiere nicht über die Straße laufen müssen, sondern unter der Straße einen trockenen Laufsteg bekommen. So konnte im Januar 2021 das erste Fischotterlaufbrett in Nordrhein-Westfalen bei Bedburg-Hau angelegt werden. Darüber hinaus konnte an besonders strukturlosen, aufgeräumten Uferabschnitten ausgewählter Gewässer, künstliche Otterbauten, die sogenannten Otterholts, angelegt werden konnten. Sie sollen den Fischottern die Rückkehr erleichtern, die ansonsten keine eigenen Bauten graben und natürliche Strukturen wie unterspülte Wurzeln oder verlassene Bauten anderer Tiere als Fortpflanzungsstätte oder Ruheplatz nutzen.

Wir bedanken uns herzlich bei der finanziellen Förderung dieses Projekts aus Mitteln des Interreg Programms der Europäischen Union, der Provinz Gelderland, dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und der HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH.

Hier finden Sie einen Film über wichtigsten Inhalte und Maßnahmen im Projekt.

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